Familotel

Dülmener Wildpferde

Kennt Ihr schon unsere „Dülmener Wildpferde“ Carl & Rudi?

Carl & Rudi sind bei uns am 26.05.2019 eingezogen. Sie sind im Mai 2018 im Naturschutzgebiet Merfelder Bruch geboren und haben dort in der freien Wildbahn 1 Jahr lang gelebt.

Wildpferde


Jedes Jahr werden die Junghengste aus der Herde heraus gefangen um u. a. Rivalitäten unter den Hengsten zu vermeiden. Dies ist eine Tradition seit 1907 die alljährlich am letzten Samstag im Mai im Merfelder Bruch statt findet. Die Jährlingshengste werden von Hand gefangen und durch eine Versteigerung zum Kauf angeboten. Wir haben Sie bei dem Jährlichen Wildpferdefang im Mai 2019 ersteigert und freuen uns riesig.
Sie verlieren schnell Ihre Scheu vor dem Menschen und gewöhnen sich sehr schnell an die neue Umgebung. Sie sind klug, gutmütig, genügsam aber vor allem extrem gelassen.

Ein paar Jahre dauert es noch bis wir die beiden reiten können, bis dahin wird viel geputzt, gekuschelt und
das Fohlen 1x1 gelehrt.

Kurzinfo über das Dülmener Wildpferd

Das Dülmener Pferd, auch Dülmener Wildpferd, ist eine Ponyrasse, die überwiegend in Dülmen in Westfalen im Merfelder Bruch, einem rund 350 Hektar großen Naturschutzgebiet, lebt. In dem auch als Wildpferdebahnbezeichneten, eingefriedeten Gebiet leben etwa 300 bis 400 Pferde weitgehend unbeeinflusst vom Menschen. Außerhalb des Geländes lebende Pferde werden nicht als Dülmener Wildpferd, sondern als Dülmener bezeichnet. Die zu den ältesten deutschen Pferderassen zählenden und ursprünglich Dülmener Brücher genannten Pferde werden seit Februar 1994 auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen der GEH geführt und sind in die Gefährdungskategorie I, also als extrem gefährdet, eingestuft. Das Dülmener Pferd wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ 2014 erklärt. 
Das Dülmener Wildpferd ist aus biologischer Sicht kein Wildpferd. Die Namensgebung bezieht sich auf die halbwilde Lebensweise.

Die Dülmener Pferde leben – weitgehend vom Menschen unbeeinflusst – relativ frei und ganzjährig im Merfelder Bruch. Lediglich in strengen Wintern werden sie dort zusätzlich mit Futter aus Heu, Stroh und eventuell auch Grassilage versorgt.
Die Zucht ist aber streng geregelt, um diese Rasse möglichst unverändert und stabil zu erhalten. Dazu gehört, dass jeweils am letzten Samstag im Mai jedes Jahres die jungen Hengste bei einer viel besuchten Veranstaltung von Hand gefangen und versteigert werden. Die Deckhengste leben lediglich in der Zeit von Mai bis September bei der Herde, um die Geburtstermine der Fohlen zu steuern. Die Herde selbst ist in Familienverbände aufgeteilt, die aus verwandten Stuten und ihren Fohlen bestehen und jeweils von einer Leitstute geführt werden.
Außerhalb der Wildbahn werden Dülmener als vielfältige Kleinpferde geschätzt, wobei die Verwendung als Reitpferd für Kinder überwiegt. Sie können in ganzjähriger Offenstallhaltung leben und brauchen keinen wertvollen Weidegrund. Während die kleinen Pferde in vergangenen Jahrhunderten oft als Grubenponys unter Tage verwendet wurden, werden die Dülmener heute gern als Reit- und Familienpferd eingesetzt.

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